Weltweit sind 150 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen und leiden ein Leben lang an den körperlichen und seelischen Verletzungen. Um Mädchen und Frauen vor Genitalverstümmelungen zu schützen, organisiert der Verein LebKom e.V. an 25 Orten in Deutschland Lesungen unter der Überschrift "WÜSTENBLUME muss nicht sein - MOSOCHO und der WANDEL".
Die Texte werden von Schauspielerinnen und Schauspielern, Moderatorinnen und Moderatoren sowie Synchronsprecherinnen und Synchronsprechern vorgetragen. Sie alle unterstützen das Projekt, indem sie auf ihre Gagen verzichten.
Zwei Lesungen in Berlin
In Berlin findet eine Lesung am 25. Oktober um 19.30 Uhr im Literaturhaus Berlin (Fasanenstraße 23, Berlin-Charlottenburg) statt. Eine zweite Lesung gibt es am 6. November um 19.00 Uhr im Café Charlottchen (Droysenstraße 1, Berlin-Charlottenburg).
Bei der ersten Lesung werden der Schauspieler Dietmar Wunder (die deutsche Synchronstimme von James Bond / Daniel Craig) sowie die Radiomoderatorinnen Meryem Celik (Radio Eins), Julia Nogli (Radio Paradiso) und der Sprecher Michael Noack die Texte vortragen. Bei der zweiten Lesung tragen Meryem Celik (Radio Eins), Tayfun Bademsoy (Schauspieler), Julia Nogli (Radio Paradiso) und Michael Noack (professioneller Sprecher) die Texte vor. Moderiert werden die Lesungen von Christiane Gust vom Fulda-Mosocho-Projekt.
Sinkende Beschneidungsrate in Mosocho-Region
Das Herzstück der Lesung bilden biographische Kurztexte von kenianischen Müttern und Vätern sowie einer deutschen Fachkraft. Sie berichten davon, wie es in der Mosocho-Region in Kenia gelingt, zehntausende von Mädchen vor der Beschneidung zu retten. In wenigen Jahren wurde die Beschneidungsrate flächendeckend um mehr als 70 Prozent gesenkt.